Wer sein Dach dämmen will und sich im Internet zum Beispiel über Steinwolle (Beitrag auf Heimwerk.ch aus dem Jahr 2015) informiert oder über Styropor usw., dem wird regelrecht mulmig.

Doch es gibt Alternativen.

Und natürlich dämmen geht nicht nur mit Naturdämmstoffen wie Schafwolle, mit Holz etc.

Sondern viel effektiver und schöner.

Per Dachbegrünung.

Die Umwelt freut sich, die Energierechnung ebenfalls.

Wie sinnvoll das ist und wie effektiv, darüber bloggte ich auf diesem Heimwerker-Blog schon früher.

Die Vorteile

Ein begrüntes Flachdach kann man als Garten nutzen (natürlich nicht, um Bäume zu pflanzen).

Man kann dort verweilen im Gegensatz zu einem mit Kies vollgeschüttenen Flachdach.

Abwassergebühren sparen

Zahlreiche Gemeinden erlassen für den Teil der Dachbegrünung bzw. der entsprechenden Fläche 50% der happigen Abwassergebühren.

Der Grund ist, daß ein begrüntes Dach bis zu 90% des Regenwassers zurückhält und speichert und später wieder abgibt. Stichwort Überlastung Kanalisation usw.)

Hochwasser wird vermieden

Auch Hochwässer werden so vermieden bzw. eingedämmt, wenn mehr Dächer begrünt werden würden, weil wie schon im vorigen Punkt erläutert, ein begrüntes Dach Wasser speichert und später wieder abgibt durch Verdunstung.

Stadtklima wird verbessert

Gerade in Stadtgebieten aber auch in Siedlungsgebieten verbessert sich durch begrünte Dächer das Klima merklich.

Begrünte Dächer kühlen im Sommer nicht nur durch Verdunstung und verhindern Überhitzung in urbanen Gebieten, sondern viel mehr noch.

Begrünte Dächer filtern auch Staub (Feinstaub-Thema…) und allerlei Schadstoffe aktiv aus der Luft.

Die Natur dankt

Das begrünte Dach ist nicht nur ein weiterer Lebensraum für Pflanze. Auch Tiere wie Vögel, Schmetterlinge, Bienen, Wespen und andere nützliche Insekten freuen sich über den Lebensraum.

Man tut also auch etwas für die Artenvielfalt.

Haltbarkeit doppelt so lang wie Kiesdach

Ein mit Kies gedecktes Flachdach hält 20 Jahre bis Sanierung, ein natürlich begrüntes Dach das doppelte, nämlich 40 Jahre.

Sonnenschutz viel besser

Auch der Schutz vor Hitze ist viel besser, denn unbegünte Dächer erhitzen sich bei Sonneneinstrahlung auf fast 80 Grad, im Vergleich dazu die begrünten viel weniger.

Und zwar auf maximal 30 Grad.

Hierbei schützt nicht nur die Dämmschicht der Erde, sondern es wirkt auch ein anderer Prozeß:

Dadurch, daß das Wasser verdunstet, wenn die Sonne draufscheint, wirkt es wie eine natürliche Klimaanlage.

Klimaanlage einsparen!

Oft kann dadurch im Sommer auch in heißen Gebieten wie in der Südschweiz, Südbünden, hochalpine Gebiete, Tessin usw. auf den Einbau einer Klimaanlage verzichtet werden.

Kälteschutz im Winter, Heizkosten sparen!

Das Gegenteil ist im Winter der Fall, denn ein begrüntes Dach schützt auch viel besser vor Kälte und spart massiv Heizkosten.

Schöne Optik

Begrünte Dächer sind auch optisch viel schöner.

Nachteile Dachbegrünung

Bewässerung bei extremer Hitze notwendig

In besonders extrem heißen Phasen muß eventuell etwas bewässert werden, um ein Verdörren zu verhindern.

Förderung Stadtbegrünungen

In vielen Gemeinden wie der Stadt Zürich werden Dachbegrünungen gefördert.

So etwa in der Gemeinde Zürich, wo diese aktiv gefördert werden und im Internet und Publikationen verschiedene Möglichkeiten von Dachbegrünungen vorgestellt werden:

Bildausriß: Stadt Zürich

Bildausriß: Stadt Zürich

Wer wirklich umfangreiche Informationen zu Dachbegrünungen erfahren will, erhält so auf der Seite der Stadt Zürich wirklich sehr viele und gut-substantiierte Informationen:

https://www.stadt-zuerich.ch/ted/de/index/gsz/angebote_u_beratung/beratung/dachbegruenungen.html

Verbreitung begrünte Dächer

In der Schweiz oder Deutschland sind begrünte Dächer noch recht selten.

“In Island und Norwegen gehören begrünte Dächer” dazu, schreibt der Hausverein Schweiz in der Publikation Casanostra am 340.03.2016.

Der Hausverein, der mir vor Jahren einmal eine Domain (Casanostra) billig abgekauft hatte und sich als kleinere (aber grüne, ökologische usw.) Alternative für den Hauseigentümerverband HEV sieht, setzt sich also ebenfalls für begrünte Dächer ein.

Auch der Naturschutzbund weist auf die Verbreitung von Dachbegrünungen in den Nordländern hin:

“In Skandinavien und Island sind Grassodendächer Jahrhunderte alte Tradition. Harmonisch fügen sie sich in die Landschaft ein, kühlen im Sommer das Gebäude und schränken im Winter den Wärmeverlust ein.”

Hier einige Impressionen aus Island bzw. von den Faröer-Inseln (2 Bilder unten)

Auch im urbanen Bereich gibt es grüne Dächer bzw. begrünte Dächer. Hier ein Bild von den Faröer-Inseln (ebenso wie das obige Bild von der Webseite www.islandreisen-islandurlaub.de, nur letztere Bilder aus einem Video herausgeschnitten, das sich auf der Webseite befindet, das andere Foto ein Ausriß von einem Bild der Webseite)