Bei PEX-Rohren kommt es auf die Verarbeitung an.

Sie ergibt Unterschiede bei der Gesundheit.

PEX-Wasserrohre bestehen mittig aus Aluminium und außen sowie innen aus Kunststoff.

Diese Materialien müssen verbunden werden. Das geht chemisch und auch ohne Chemie.

Es gibt vier Vernetzungsarten.

Grundsätzlich wird zwischen Peroxidvernetzung (PE-Xa), Silanvernetzung (PE-Xb), Elektronenstrahlvernetzung (PE-Xc) und Azovernetzung (PE-Xd) unterschieden.

PE-Xa sowie PE-Xb werden durch chemische Verfahren hergestellt.

PE-Xc-Installationsrohre werden dagegen auf rein physikalischem Weg durch beschleunigte Elektronen vernetzt.

PE-Xa

Bei der Vernetzung von PE-Xa-Installationsrohren werden organische Peroxide verwendet. Die Rückstände – wie zum Beispiel Methyltert-Butylether (MTBE) – hinterlassen.

PE-Xb

PE-Xb wird unter anderem in einem zweistufigen Verfahren vernetzt.

Es wird das Polyethylen zuerst mit mehreren Chemikalien wie Vinyltrialkoxysilanen, organischen Peroxiden und weiteren Substanzen behandelt.

In einem zweiten Schritt wird das fertige Installationsrohr unter Einwirkung von Temperatur, Druck, Feuchtigkeit und zinnorganischen Verbindungen, wie zum Beispiel Dioctylzinndilaurat (DOTL), als Katalysator vernetzt.

Insbesondere für Letztere gelten aufgrund ihrer immunschädlichen Wirkungen bereits umfangreiche Beschränkungen für den Einsatz in Verbraucherprodukten seitens der Europäischen Kommission und des Umwelt-Bundesamtes (UBA).

Bei beiden chemischen Verfahren ist daher eine aufwändige Nachreinigung der Installationsrohre erforderlich, da es sonst zu einer Kontamination des Trinkwassers mit Rückständen aus der Vernetzungsreaktion kommen kann.“

PE-Xc

PE-Xc-Wasserrohre werden auf physikalischem Wege mit beschleunigten Elektronen und gänzlich ohne den Einsatz von Chemikalien vernetzt.

PE-Xd

Im sogenannten Lubonyl-Verfahren wird ein Polyethylen mithilfe bereits zuvor zugemischter Azoverbindungen nach der Extrusion in einem heißen Salzbad vernetzt.

Fazit

Wer also auf PEX-Wasserrohre nicht verzichten will und möglichst weniger Chemikalien im Wasser haben will, sollte solche PEX-Vebundrohre kaufen, die ohne Chemie verbunden wurden.

Das heißt nicht, daß das Wasser keine Chemikalien enhält. Denn Kunststoff enthält immer Chemikalien.

Allein, bedenkt man die Weichmacher, die ja nötig sind, damit die Verbundrohre aus Aluminium und Plastik biegbar sind und der Kunststoff nicht spröde wird und bricht.