Schon mehrfach wurde auf diesem Blog darauf hingewiesen, wie ungesund Preßspanmöbel sind durch ihre Ausdüstungen von Chemikalien und Lösungsmitteln.

Zwar gibt es weniger Formaldehyd in in der westlichen Welt gefertigten Preßspanmöbeln als früher.

Aber natürlich ist es für das Raumklima und die Gesundheit schlecht, die Ausdünstungen der nach wie vor bei Preßspanmöbeln notwendigen Klebstoffe und Bindemittel, welche den billigen Preßspäne, also die Spanplatten für diese Möbel, zusammenhalten, einzuatmen.

Denn die in den 30er-Jahren des letzten Jahrhunderts vom Max Himmelheber erfundenen Preßspanplatten sind zu fast 50 Prozent (!) aus Klebstoffen gefertigt; und zwar in der Regel solche Klebstoffe und Bindemittel mit dem in den USA als krebserzeugend eingestuften Formaldehyd.

In der EU gilt es nur als krebserregend und nicht schon als krebserzeugend, was eigentlich aber beides nicht beruhigend klingt.

Himmelheber als Erfinder der Preßspanplatte besaß übrigens nicht nur stattliche 70 Patente auf Preßspanprodukte.

Sondern er war paradoxerweise auch der Gründer und Herausgeber der Publikation “für kritisches Denken” namens “Scheidewege”, welche bis heute erscheint. Diese befaßt sich insbesondere mit ökologischer Nachhaltigkeit. Kein Scherz.

Max Himmelberger setzte sich für ökologische Nachhaltigkeit ein. Dabei erfand ausgerechnet er den Preßspan...

Max Himmelberger setzte sich für ökologische Nachhaltigkeit ein. Dabei erfand ausgerechnet er den Preßspan…

Ökosiegel als Sicherheit?

Auch Ökosiegel geben hier allenfalls eine Orientierung dahingehend, daß man nicht extreme Gesundheitsbelastungen zu erwarten hat, mehr nicht.

Zumal es die Menge macht.

Wer viele solcher Möbelstücke um sich hat und jedes Möbelstück dünstet ein bißchen krebserregende oder krebserzeugende, je nach Lesart, Stoffe aus, muß man sich nicht über Gesundheitseinbußen wundern.

Zahlreiche Fälle von Gesundheitsbeschwerden

So berichten Konsumentenschützer laufend von Fällen, bei denen sie konsultiert werden in der Folge von Möbelkäufen. Wenn Leuten die Augen brennen nachdem sie ein neues Möbel gekauft haben.

Oder wenn sie plötzlich Kopfschmerzen und Unkonzentriertheit und schlechten Schlaf zu beklagen haben nach einem Möbelkauf.

Auch Atembeschwerden rühren von diesen Möbeln, denn die Lösungsmittelzusätze und Bindemittel-Chemikalien wirken reizend auf die Schleimhäute und Atemwege.

Preßspan ist äußerst gesundheitsschädlich

Bei all solchen Beschwerden war in der Regel ein Preßspanmöbel im Spiel. Bzw. mehrere davon.

Der Vorteil von Preßspan liegt allenfalls im Preis.

Was auch der Grund sein dürfte, daß diese Möbelart seit den 50er-Jahren so Verbreitung fand. Spanplattenmöbel sind eine günstige Art, kleine Holzreste zu verwerten. Es sind eigentlich Möbel aus Abfall wenn man es genau nimmt.

Wobei der Vorteil Preis ein vermeintlicher ist.

Denn die Haltbarkeit ist nicht gegeben und man muß ständig neu kaufen, also unterm Strich viel mehr ausgeben als bei Echtholz oder Stahl.

Faktor Haltbarkeit

Aber ein weiterer Nachteil nebst den gesundheitlichen Nachteilen gegenüber Echtholz ist natürlich die Haltbarkeit.

Ein Preßspanmöbel überlebt vielleicht einen Umzug, ein Echtholzmöbel hält im Idealfall jahrhundertelang.

Gleiches gilt auch für Möbel aus Metall.

Stahlmöbel haben gegenüber Preßspanmöbeln eine viel längere Lebensdauer.

Sie können allenfalls in einem enorm hohen Alter und bei schlechter Verarbeitung und wenn sie in feuchten Räumen stehen, rosten, aber ein Preßspanmöbel, das einmal in die Nässe kam, z. B. weil die im Badezimmer stehende Waschmaschine am Abfluß übergelaufen ist, kann man getrost wegwerfen, denn es quillt auf und ist unwiderbringlich ein Fall für die Entsorgung.

Umweltfaktor

Bei Preßspanmöbeln leidet nicht nur die Gesundheit unter den Ausdünstungen und das Portemonaie unter der schlechten Haltbarkeit.

Sondern die Chemikalien der Bindemittel und Lösungsmittel, welche die Holzspäne zusammenhalten lassen schaden freilich auch der Umwelt.

Möbel aus Metall kommen ohne solche Bindemittel aus genauso wie Echtholzmöbel.

Faktor Stabilität

Holzmöbel sind, sofern aus Echtholz, natürlich stabil.

Allerdings arbeitet Holz natürlich, denn es ist ein natürlicher Rohstoff.

Wer Möbel will, die sich nicht verziehen und formstabil sind, der fährt wahrscheinlich mit Stahlmöbeln besser.

Ein biologisches Naturprodukt wie Holz unter Zusatz von 50% an chemischen Bindemitteln zu verarbeiten ist alles andere als umweltfreundlich...

Ein biologisches Naturprodukt wie Holz unter Zusatz von 50% an chemischen Bindemitteln zu verarbeiten ist alles andere als umweltfreundlich…

Faktor Brandschutz

Auch im Brandschutz bietet Stahl natürlich Vorteile.

Wer also Räume hat, in denen erhöhte Brandgefahr herrscht, etwa weil geraucht wird, der ist mit Stahlmöbeln besser bedient.

Dies fängt im Kleinen an.

Ein Papierkorb aus Stahl brennt nicht, wenn ein Knallkopf dort eine nicht richtig ausgedrückte Zigarettenkippe reinwirft. Bzw. der Inhalt brennt und das wars, aber ein geflochtener Papierkorb oder einer aus Plastik, welches ja bekanntlich aus Erdöl hergestellt wird, der brennt lichterloh.

Ein Papierkorb aus geflochtenem Holz brennt im Nu lichterloh...

Ein Papierkorb aus geflochtenem Holz brennt im Nu lichterloh…

Wer also Ferienwohnungen auch an Raucher vermietet oder an Weihnachten, wenn viele gerne einen Adventskranz anzünden und danach ein Zündhölzchen wegwerfen in den Papierkorb, der fährt sofern ihm an der Liegenschaft was liegt vermutlich mit einem Stahlpapierkorb besser.

Wobei natürlich ein Papierkorb kein Möbel im eigentlichen Sinne ist aber es ist ein anschauliches Beispiel für Brandverhaltens-Unterschieden der Materialien.

Übrigens aus dem gleichen Grund wie im obigen Beispiel sind Abfalleimer im öffentlichen Raum in nahezu 100% der Fälle aus Stahl, wobei es noch einen weiteren Grund gibt, die Solidität bzw. der Faktor, daß sie unverwüstlicher sind im Vergleich zu Abfallkübeln aus anderen Materialien.

Unverwüstlich?

Auch Stahlmöbel sind nicht unverwüstlich, aber bei großen Belastungen halten sie sicher viel aus.

Auch das ist ein Faktor bei der Entscheidung, ob Holz oder Stahl bei Möbeln gewählt wird.

Nicht umsonst sind Werkzeugschränke etc. zumeist aus Stahl und nur sehr sehr selten aus Holz.

Auch im Heimwerker-Keller oder in der Garage findet man aus diesem Grunde weitaus häufiger Stahlmöbel als andere.

Werkzeugschränke sind aus gutem Grunde in der Regel aus Stahl (Bildquelle: www.stahlmoebel-germany.de)

Faktor Reinigung

Ein weiterer Punkt ist natürlich auch die Reinigung zu guter letzt.

Es liegt auf der Hand, daß Stahlmöbel selbstredend leichter zu reinigen sind als Möbel aus Holz.

Auch hier spielt daher die Frenquenz der Belastung und damit die Häufigkeit der Verschmutzung eine Rolle bei der Entscheidung für Möbel aus Holz oder Stahl.