In den 1990er-Jahren geriet Mineralwolle zunehmend in die Kritik.

Gemäß EU-Studien und auch einer 2016 vom Bundesamt für Umwelt (BAFU) in Auftrag gegebenen Studie sind Fasern der älteren Generation Glaswolle (vor 1995) krebserregend.

Diese ältere Glaswolle hat oft kleinere Fasern ähnlich wie Asbest.

Ob Glaswolle krebserregend ist, hängt nämlich unter anderem von der Größe ab.
Außerdem vom sogenannten Kanzerogenitätsindex.

Glaswolle ist nach gegenwärtigen Stand der Studien krebserregend, wenn die Fasern der Wolle einen Durchmesser von weniger als 3 µm und eine Länge von mehr als 5 µm haben. Auch das Verhältnis von Länge zu Durchmesser ist für das krebserregende Potential von Glaswolle entscheidend bzw. mitentscheidend.

So wird ein Verhältnis von Länge zu Durchmesser größer als 3:1 als kritisch angesehen.

Seit dem Jahr 2000 darf die Glaswolle, die vor 1995 hergestellt wurde, nicht einmal mehr verbaut werden. Also ein Wandel innert bloß 5 Jahren. 5 Jahre zuvor produzierte Glaswolle darf 5 Jahre später nicht verbaut werden.

Wie der Autor und Dämmkritiker Konrad Fischer, den ich vor einigen Jahren einmal interviewen durfte, bereits vorausgesagt hat, ist die alte Glaswolle inzwischen sogar zum Sondermüll geworden, der bloß noch mit hohen Kosten entsorgt werden kann.
Genauso dürfte es Dämmstoffen wie den Plastikhüllen bzw. PVC-Dämmplatten gehen, die aktuell verbaut werden und welche giftigste Chemikalien (u.a. Fungizide) enthalten, die Schimmelbefall verhindern sollen. Nach einigen Jahren werden die Chemikalien an der Außenhülle durch Regen und Witterung ausgewaschen und sind im großen Nachbarland Deutschland, einem Vorreiter des Dämmwahns, inzwischen sogar in der Muttermilch nachweisbar.