Viele Leute renovieren alte, auch historische Bauten und reißen alles Alte heraus.
Manchmal ist es schöner, das Alte zu erhalten.
Allerdings stellt dies auch vor Herausforderungen und ist nicht immer ganz einfach.
Etwa, wenn man Decken erhöhen muß, um Raumhöhe zu gewinnen.
Oder wenn man Türen an denen man sich den Kopf stößt, höher machen muß aber die historische alte Tür drinlassen will und nicht durch eine moderne ersetzen möchte.

Rausreißen und erneuern durch modern ist bei Türen oftmals billiger, besonders, schaut man über den Rand der Hochpreisinsel Schweiz hinüber
Oftmals ist es billiger, einfach eine neue Türe zu kaufen, die es insbesondere im nahen Ausland, in Deutschland, viel billiger als in der Schweiz zu kaufen gibt.
Rechnet man noch die zusätzliche Arbeitszeit ein, die es braucht, um eine alte Sache zu renovieren anstatt einfach sie durch eine neue zu ersetzen, dann rechnet es sich noch weniger.
Allerdings ist es auch erfüllender.
Und will man die alte Substanz erhalten, muß man sich auch an den alten, historischen Stil halten.
Leute waren früher kleiner
Noch in den 70er-Jahren wurden in der Schweiz Türen mit Höhe 1,80 Meter eingebaut.
Ein Problem für einen Menschen, der – wie der Autor dieser Zeilen – größer als dieses Maß ist.
Geht man noch weiter zurück, so werden die Maße noch kleiner.
Das heißt, will man eine alte Türe weiter benutzen, so bleibt eigentlich nur die Option rausreißen.
Denkt man auf den ersten Blick.
Rausreißen nicht einzige Option: Alte Holztüre wird erhöht
Doch es geht auch anders.
Im vorliegenden Raum erkennt man noch die alten Raumhöhe.
Wobei es sich bei dieser „alten“ Raumhöhe schon um eine erhöhte Raumhöhe handelte:
Welche vor einer ersten Deckenerhöhung zirka 1943 nur 1,80 Meter war. (in den Zwischenräumen der Decke als Unterlage für das Asche-Material was man damals üblicherweise oft als Trittschalldämmung einstreute, waren Ausgaben des Bllicks, der damals noch „Ringiers Illustrierte“ hieß, zu finden, daher ist die Zeit ziemlich genau zu datieren)
Und nach dieser „Erhöhung“ kag die Raumhöhe dann etwas über 2 Meter, was für heutige Maßstäbe natürlich nichts ist.
Durch Heraustrennen des Deckenunterbaus unter den Balken und zwischen den Balken konnte der Raum auf eine Höhe von 2,28 Meter gebracht werden, wobei solche Raumhöhen bei Neubauten heutzutage nur noch in Kernzonen (zufällig befindet sich die Liegenschaft sogar in der Dorfkernzone) zulässig wären.
Die Mindest-Raumhöhe ist für Neubauten in den meisten Kantonen und Baugesetzen von Gemeinden auf 2,40 Meter festgelegt, wobei es sich hier aber ohnedies um einen Altbau handelt und für einen Altbau sind 2,28 M. als Höhe sehr gut.
Türe von 1,85 M. auf über 2,04 Meter erhöht
Nach der Raumhöhe mußte natürlich auch die Türe angepaßt werden.
Außen kann man unten etwas anfügen mit Altholz, was augenscheinlich sehr gut möglich ist.
Innen ist es im Grunde auch kein Problem.
Nur halt viel Arbeit.
Die separate Eingangstüre, die zu sehen ist hatte ursprünglich eine Höhe für damalige Verhältnisse stattliche Höhe von 1,85 Meter ohne Rahmen.
Wenn schon, denn schon
Man weiß ja nicht, ob die Leute weiterhin so rasant wachsen wie in der Vergangenheit. Aber mit über 2,04 Meter Türhöhe kommen auch norddeutsche Besucher (dort hat es die größten Männer im deutschsprachigen Raum) nun sehr gut durch diese Türe.
Und sofern nicht ein extremes Wachstum der Körpergröße zukünftiger Generationen ansetzt, muß die nächste Zeit nichts mehr gemacht werden.
Mit einem Türrahmen unter dem richtigen Türrahmen wurde die bleischwere alte Haustüre zusätzlich manifestiert in der Wand.
Zu sehen im Bild hier der Rahmen unter dem Türrahmen. Hierzu wurde einfach von einer anderen Türe ein alter Rahmen genommen, dieser abgehobelt (weil die Wand schräg ist, so daß er paßt) und dann in die Wand geschraubt.
Für die Erhöhung der Tür mußte zuerst ein Teil der Wand oben rausgespitzt werden und mit Bruchstein / Naturstein wurde brüchiges Mauerwerk wieder hochgemauert.
Alles weitere siehe dann Teil 2 (folgt)













